Therapie bei ADHS

1. Altes verlernen

Bei einer Therapie zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit- Hyperaktivitätsstörung ( ADHS) sollen Kinder unerwünschte Verhaltensweisen abbauen und gezielt neue erlernen.

2. 4 Therapiestufen

2a) ADHS- Information: Zunächst müssen sich alle Beteiligten Wissen über ADHS aneignen. Denn eine effektive Zusammenarbeit gelingt nur, wenn alle gut informiert sind. Alle Beteiligten müssen sich dem Kind gegenüber konsequent verhalten und am gleichen Strang ziehen, d.h. positives Verhalten loben, negatives nicht.

2b) ADHS- Analyse: Gemeinsam wird die Situation in Familie, Kindergarten oder Schulklasse analysiert. Daraus entwicklen sich Ansätze für die gemeinsame Arbeit.

2c) ADHS- Training: Jetzt beginnt die eigentliche Trainingsphase. Unter Anleitung des Therapeuten lernt das Kind (einzeln oder in der Gruppe) mit dem ADHS besser umzugehen.

2d) ADHS- Überprüfung: Der Erfolg der ADHS- Behandlung sollte in regelmässigen Abständen überprüft werden. Dazu werden alle Beteiligten befragt. Am besten eigenen sich Fragebogen, weil die Antworten besser vergleichbar sind. Danach fällt die Entscheidung, ob die Therapie weitergeführt, geändert oder beendet wird.

3. Mögliche Therapiebausteine

3a) Elterntraining: Die Eltern erlernen einen konsequenten liebevollen Erziehungsstil.

3b) kognitives Modellieren

Das Verhalten des Kindes soll über das kognitive Modellieren verändert werden. Ein Vorbild macht das erwünschte Handeln vor und beschreibt gleichzeitig laut die Schritte und die verwendete Strategie. Beim inneren Dialog lernen die Kinder, in einer sprachlichen Selbstanweisung sich selbst die nächsten Handlungsschritte vorzugeben. Die Fähigkeit, mit sich selbst zu sprechen und sich Anweisungen zu geben, ist die Voraussetzung für Selbstkontrolle und Nachdenken über das eigene Verhalten.

3c) Selbstinstruktion: